| Spore |
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| Geschrieben von Itchy | |
| Friday, 12. September 2008 | |
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Spore gliedert sich in 5 voneinander getrennten Phasen, wobei die Bewertung in den einzelnen Phasen sich jeweils auf alle nachfolgenden Phasen durch Boni in bestimmten Fachgebieten auswirken. Dabei gilt: wer sich in einer Phase aufführt wie ein Barbar, hat es auch in den folgenden Phasen mit diesem Benehmen leichter. Andersrum gilt es natürlich genauso - wer sich vegetarisch ernährt und mit anderen Kreaturen Freundschaften schließt, dem fällt es auch im Weltraum nicht schwer, sich mit den anderen Rassen gut zu verstehen. Zellenphase
Der Einstieg in Spore gestaltet sich nicht besonders schwierig, man
schwimmt ein bißchen in der Ursuppe herum und frisst sich groß. Das
geht recht fix voran, in wenigen Minuten ist diese Phase abgeschlossen.
Nur wenn man
unbedingt alle Körperteile finden möchte (6 Stück)
dauerts ein bißchen länger. Die Grafik ist nur zweidimensional, auch
wenn man in
die Tiefe blicken kann, wo ganz ungeheure Zellenmonster schwimmen, ist
das nur schmückendes Beiwerk.
Das Gameplay ist wirklich nichts besonderes, manche Flashspielchen
bieten da mehr. Die einzige
Entscheidungsmöglichkeit des Spielers: Fresse ich Pflanzen (gutes
Karma),
Fleisch (schlechtes Karma) oder beides (neutral), aber für den Einstieg
nicht schlecht, man muss ja nicht gleich das beste vorweg nehmen. 7/10
Hier bekommt man richtige Auswahlmöglichkeiten, ob man die
anderen Kreaturen ausrottet oder sich mit ihnen anfreundet. Je nachdem,
wie man sich in der Phase davor verhalten hat, bekommt man Boni auf
Anfreunden (gutes Karma) oder Ausrotten (schlechtes Karma). In dieser
Phase ist man wenig eingeschränkt, hier kann man seine Kreatur noch
schön "tunen", aus dieser Phase kommen diese ganzen komischen Wesen,
die Youtube bzw. die Sporepedia bevölkern. Schön sind die epischen
Gegner (große Monster), um die zu besiegen braucht es eine
ausgereifte Taktik. Einziges Manko dabei: man kann in dieser Phase
seine Kreatur
komplett umschmeißen, was ich nicht in Ordnung finde. D.h. man kann
wahrlich aus einem grasfressenden Schaf einen säurespuckenden
geflügelten Drachen machen. Also weniger Evolution sondern komplette
Revolution. Da wurde der Freiheit ein wenig zuviel Raum gelassen.
Trotzdem - das darf ich schon vorweg nehmen - eines der Highlights vor
Spore. 9/10
Von Himmelhochjauchzend direkt ins Jammertal. Man hat wenig
Customizing-Möglichkeiten (nur Tribalzeugs wie Federn, Rüstungen und
so) und die insgesamt 9 Gebäude (3 Instrumente, 3 Sammelitems, 3
Waffen) sind wirklich recht mager. Die Instrumente benötigt man, um mit
anderen Stämmen ein Bündnis zu schließen. Was haben Instrumente damit
zu tun? Eindruck schinden geht nur, indem man vor dem Dorf musiziert.
Kling doof, ist es auch. Mit den Sammelitems kommt man schneller an
Nahrung, aber das geht auch völlig ohne diese Werkzeuge ausreichend
fix. Die Waffen
sind eben dazu da, Tiere und verfeindete Stämme auszulöschen, wobei
siegreiche Kämpfe einfach so aussehen, alle Kreaturen mit Waffen
auszustatten und zum Gegner zu schicken. Das reduziert das Gameplay auf
ein Mindestmaß und macht diese
Phase wirklich ziemlich langweilig. Der mit Abstand schwächste Teil des
Spiels, da eine echte Entwicklung völlig fehlt. Mehrere
Technologiestufen - z.B. Steinzeit, Antike, Mittelalter - hätten dieser
Phase wirklich gut getan. 5/10
Man kann sich
wieder im Editor nach Herzenslust austoben und Gebäude, Fahrzeuge usw.
designen, da sind mal wieder keine Grenzen gesetzt. Es gibt viele
Themes von "normal" über Science Fiction (Walker, Flugobjekte) bis hin
zu Zuckersüß-Candyland. So toll wie da der Editor ist, so langweilig
ist leider das Spiel. Im Endeffekt wie die Phase vorhin, nur dass es
eben keine anderen Stämme gibt, sondern nur andere Städte. Diese Städte
kann man nun - wer hätte es gedacht - militärisch erobern oder durch
Überzeugungsarbeit an sich binden. Zu Beginn noch etwas hakelig, so hat
man schnell das perfekte Stadtdesign heraus und ist damit alle Geldnöte
los. Dann gehts einfach darum, seine Einheiten gegen die verfeindeten
Städte zu schicken, wobei man alle Städte auf die eine oder andere
Weise erobern muss. Die Militärische und die religiöse Eroberung
unterscheiden sich dabei praktisch gar nicht, lediglich eine
wirtschaftliche Übernahme schafft ein klein wenig Abwechslung. Im
Endeffekt wie in der Phase davor,
nur halt nicht mehr mit Speeren sondern mit Panzern. Aufgrund
komplexerer Möglichkeiten und dem tollen Editor in dieser Phase reichts
noch zu einem "Gut". 7/10 Weltraumphase
Hat man alle Städte gleichgeschaltet, designed man sich sein eigenes
Schiff und fliegt los zu den
Sternen. Alles ganz einfach, nur die Steuerung des Schiffs könnte
besser gelöst sein - auch wenn man sich im Laufe der Zeit dran gewöhnt,
aber da hätte man einiges besser machen können. Am Anfang ist diese
Phase auch noch recht schwer, da zum einen das Geld wirklich klamm ist,
zum anderen das Schiff sehr schlecht ausgestattet ist. Insbesondere auf
dem höchsten Schwierigkeitsgra (von dreien) hat man eher das Gefühl, in
einem Papierflieger zu sitzen. Das erste
Problem ist also, erstmal Geld zu verdienen. Geld alleine bringt es
aber noch nicht, da man noch sog. Plaketten erwerben muss (das sind im
Endeffekt Mini-Achievements, z.B. zerstöre 50 Planeten für die Eroberer
Plakette V), um das Equipment auch ins Schiff einbauen zu können. Aber
zumindest die ersten Stufen gehen relativ flott voran und in schon in
der mittleren Ausbaustufe des Schiffs machen einem Piraten und
feindliche Schiffe keine Angst mehr. Stellt man sich
vernünftig an und zieht ein paar Wirtschaftsplaneten hoch (Produziert
wird wie in der Phase davor das Spice, also Gewürz. Dune anyone?), hat
man Geldsorgen schnell vergessen und so konzentriert man sich auf das
Erkunden, Missionen erfüllen und Kriegstreiben. Das Problem ist, dass
die Kolonien immer wieder von Piraten oder Umweltkatastrophen bedroht
werden, die mit der Zeit nur noch lästig sind. Selbst mit Boni wie
"Pirate-Ex!" und maximal hochgerüsteten Planeten kommen diese leider
immer noch zu oft vor. Wenn man noch ein paar Kriege am laufen hat,
kommen noch feindliche Invasionsversuche dazu.So ist diese Phase
etwas zweispältig. Auf der einen Seite kann man viel erkunden und kann
im Endeffekt wirklich machen, was man möchte. Das gibt auch schöne
Aha-Effekte, wenn man in seiner Galaxie z.B. auf einen anderen
Speicherstand trifft, wo man dann "seinen" anderen Planeten mit dem
eigenen Raumschiff aus der Vogelperspektive erkunden kann. Auf einmal
versteht man auch, woher die UFOs kommen, denen man ab und zu in der
Kreaturen- und Stammesphase begegnet. Auch das Geheimnis, woher diese
übergroßen Monster kommen wird in der
Weltraumphase erklärt. Leider gibt es auch mehrere Schattenseiten: so
artet die Jagd nach Plaketten teilweise in üblen Grind aus, zum anderen
das bereits bemäkelte Mikromanagement. Auch die Schiffe, die man von
seinen Verbündeten als Unterstützung erhält (maximal 4), verhalten sich
im Kampf nicht sonderlich intelligent und sind zudem auch noch recht
schwach (selbst bei der stärksten Entwicklungsstufe der Verbündeten),
so dass man in höheren Stufen auf diese Unterstützung komplett
verzichten kann.Trotzdem ist diese Phase besser als Stammes- und
Zivilisationsphase und kann durchaus für viele Stunden motivieren. Mit
ein wenig mehr Feinschliff wäre diese Phase aber das absolute
Hightlight geworden. 8/10
Fazit Spore ist nicht der Überhammer, trotzdem war der Kauf gut investiertes Geld. Kaum ein anderes Offlinespiel konnte mich in den letzten Monaten derart motivieren, irgendwelchen Achievements hinterherzulaufen. Auch wenn es einige Macken hat, bin ich mir doch sicher, dass ich noch so einige Zellen zur raumfliegenden Rasse hochzüchte. Außerdem will ich noch die einen oder anderen Achievements unlocken, da kommt dann doch der Achiever durch. Inkl. Originalitätsbonus vergebe ich daher 8.5/10 |
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| Letzte Aktualisierung ( Saturday, 13. September 2008 ) |
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Spore ist eines der Spiele der letzten Zeit, die ungemein viele Vorschusslorbeeren erhalten haben. Nun ist es erschienen, und Trident testet(tm). Kann Spore die hohen Erwartungen erfüllen? Oder ist das Spiel einer der Kandidaten, die hinter all den Versprechen und Hoffnungen weit zurückbleiben?

